Fußgängercheck für Städte und Gemeinden

Das „Pedestrian Audit“ wurde in England und Skandinavien entwickelt, um im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern die Schwachstellen im Fußwegenetz auf eine einfache Art und Weise zu ermitteln. Herzstück des Vorgehens ist eine gemeinsame Begehung einer ausgewählten Wegstrecke, auf der unter Mithilfe einer vorbereiteten Checkliste die Mängel im Wegnetz dokumentiert werden.

  • Die Einbeziehung der zuständigen Stellen ermöglicht oft eine unkomplizierte Lösungsfindung schon vor Ort. Das standardisierte Vorgehen erlaubt eine kostengünstige Durchführung.
  • Dieses Modul ist in Anlehnung an „Augenschein Fußverkehr“ des www.Fussverkehr.ch und den Erfahrungen in Wien 23 - Pilotprojekt „Walkability Atzgersdorf / Liesing" - entwickelt worden.
  • Es hat sich gezeigt, dass sich das Verfahren grundsätzlich bewährt und erste Erkenntnisse rasch und kostengünstig erfasst werden können.
  • Wichtig ist, dass Personen aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten, welche das Gebiet täglich als Fußgängerin oder Fußgänger kennen, ihre Erfahrungen einbringen können.

Kosten:

Tagespauschale zur Abdeckung der Selbstkosten,
€ 620,–  Mitgliedsgemeinden, € 700,– Nichtmitgliedsgemeinden (USt nicht enthalten).

Ein Instrument für ein besseres Fußwegnetz

Der «Fußgänger-Check» bringt Fußgängerinnen und Fußgänger mit den verantwortlichen Behörden zusammen und schafft so den Rahmen für einen Dialog. Ziel dieses Augenscheines ist es, in einem vorstrukturierten Verfahren die Schwachstellen des Fußwegnetzes zu erkennen und Verbesserungsvorschläge fest zu halten.

Herzstück des Vorgehens ist eine gemeinsame Begehung ausgewählter Wegstrecken, auf denen unter Mithilfe einer vorbereiteten Checkliste die Mängel im Wegnetz dokumentiert werden. Der gleichzeitige Einbezug der zuständigen Behörden und der betroffenen Personen ermöglicht oft eine unkomplizierte Lösungsfindung vor Ort.

Warum ein «Fußgänger-Check»

Wer zu Fuß unterwegs ist, ärgert sich über unnötige Schwachstellen und Engpässe des Wegnetzes: Hier wird das Trottoir durch parkierte Autos verstellt, dieser Übergang über eine stark befahrene Strasse ist nicht sicher und dort zeigt ein Trampelpfad, dass für eine viel begangene Route eine Verbindung fehlt. Mit dem «Fußgänger-Check“ sollen im Sinne einer Qualitätssicherung die Schwachstellen des Fußwegnetzesaufgespürt werden.

Ziele

  • Vermittlung vertiefter Informationen über die Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern.
  • Erhebung von Schwachstellen im örtlichen und überörtlichen Fußwegnetz.
  • Vorschläge zur Verbesserung von Problemstellen.
  • Rasche Umsetzbarkeit erster Resultate.
  • Geringer finanzieller und personeller Aufwand.

Anforderungen Fußwegnetz

Gehen ist eine existentielle Form des Daseins. Eine Umgebung ist menschenfreundlich, wenn sie unter guten Bedingungen zu Fuß begangen werden kann. Basis der Förderung des Fußverkehrs ist ein engmaschiges, zusammenhängendes Fußwegnetz, welches auch für schwächere Bevölkerungsgruppen sicher und komfortabel ist. Die Qualität des Fußwegnetzes kann verbessert werden, wenn die Schwachstellen erkannt sind.

Das Fußwegnetz ist auf die Bedürfnisse der schwächeren Verkehrsteilnehmenden auszurichten

Alle mobilen Personen sind auch zu Fuß unterwegs. Auto fahrende oder ÖV-Passagiere gelangen gehend zu ihrem Verkehrsmittel. Der Fußverkehr bedient die «letzte Meile» und dient der Feinerschließung. Kinder, ältere Personen und Frauen sind überdurchschnittlich oft zu Fuß unterwegs. Deshalb ist das Fußwegnetz besonders auf die Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppen auszurichten. Dann ist ein Fußwegnetz auch für alle anderen Fußgängerinnen und Fußgänger attraktiv.

Sicher, engmaschig und attraktiv: Die wichtigsten Anforderungen an das Fußwegenetz.
Ein zusammenhängendes Fußwegnetz verbindet die wichtigsten Ziele wie Schulen, Einkaufsläden, Wohn- und Arbeitsgebiete sowie öffentlicher Einrichtungen. Fußgängerinnen und Fußgänger machen nicht gerne Umwege und sind im Verkehr exponiert. Kriterien für ein attraktives Fußwegnetz sind deshalb die Verkehrssicherheit, soziale Kontrolle, Engmaschigkeit und die Aufenthaltsqualität des Außenraumes.

Eine strukturierte Vorbereitung führt schneller zum Ziel - in einem Workshop wird das Wissen der Teilnehmenden abgefragt und planlich festgehalten.

1. Vorgehen:

Um den personellen und finanziellen Aufwand möglichst gering zu halten, werden die Augenscheine nach einem vorstrukturierten Schema durchgeführt. «walk-space.at – der Österreichische Verein für FußgängerInnen» bereitet sich anhand eines Telefon-Interviews mit der Verwaltung und zugestellten Unterlagen auf den Fußgänger-Check vor.

Die ausgewählten Teilnehmenden erhalten vor der Veranstaltung eine Frageliste zur Vorbereitung. Dies erlaubt es, bei der Veranstaltung zielgerichtet vorzugehen. Der Fußgänger-Check wird innerhalb eines halben Tages durchgeführt. In einem ersten Teil trifft man sich in einem Saal. Dort erfolgt eine Einführung zu den wichtigsten Zielen der Fußwegplanung. Die Schwachstellen im Fußwegnetz werden anhand verschiedener Kriterien gezielt abgefragt und in einem Plan und einer Liste aufgeführt.

Während der Begehung werden die Schwachstellen erhoben und Lösungsvorschläge festgehalten.
Auf der Begehung werden die auf der Route erkannten Schwachstellen im Fußwegnetz vor Ort diskutiert. Die Teilnahme der verantwortlichen Personen ermöglicht die Diskussion möglicher Lösungsvorschläge bereits während des Augenscheines. Die Erkenntnisse der Begehung werden protokolliert.

2. Der Bericht:

Die Ergebnisse der Vorbereitung, der Sitzung und der Begehung werden in einem Bericht zusammengefasst. Der Bericht enthält neben einer Einschätzung der Qualität des Fußwegnetzes auch konkrete Empfehlungen für das weitere Vorgehen und je nach Umfang des Auftrages schon erste skizzenhaft dargestellte Verbesserungsvorschläge für die eruierten Schwachstellen.

3. Das Produkt:

Das Ergebnis eines «Fußgänger-Checks» ist:

  • die Vermittlung vertiefter Informationen über die Bedürfnisse von Fußgängerinnenund Fußgängern bei den Behörden von Gemeinden
  • eine Zusammenstellung der Ergebnisse der Begehung in einem Plan mit den Schwachstellen und einem Bericht
  • erste Lösungsvorschläge für die eruierten Schwachstellen

Der Aufwand und die Kosten:

PlanerIn «Walk-space.at – der Österreichische Verein für FußgängerInnen»:
3 bis 4 Arbeitstage:
- Bauverwaltung: 1-2 Arbeitstage
- Teilnehmende: 1/2 Arbeitstag

Für die Durchführung wird auf Grund des Aufwandes eine Pauschale vereinbart. Tagespauschale «walk-space.at – der Österreichische Verein für FußgängerInnen» zur Abdeckung der Selbstkosten (exkl. USt.):
€ 620,– Mitgliedsgemeinden
€ 700,– Nichtmitgliedsgemeinden

Für Ihre Fragen stehen wir zur Verfügung:

www.walk-space.at
walk-space.at - der Österreichische Verein für FußgängerInnen
Bennogasse 10/22 A-1080 Wien
++43/69912375441
ZVR: 078105059
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