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NL2 - 2022: Berlin - Urbanität mit Menschen und für diese

 

Walk-space.at nützte die Gelegenheit eine interessante Fortbildungsveranstaltung des DIFU Berlin aufzusuchen - einerseits um aufzuzeigen was sich in Österreich alles so tut im Fußverkehr, Stichwort Förderprogramme, Stichwort Fachkonferenz in Korneuburg.

Natürlich wurde auch einiges an neuer Infrastruktur besichtigt. Die Friedrichstraße wird nach einem Pilotversuch Fußgängerzone. Es wird laut der Stadträtin aus Berlin Mitte auch einige Superkieze geben. Verkehrsberuhigung durch Verkehrsfilter. Auch in der Bergmannstraße laufen einige funktionale Neugestaltungsversuche.

Wie es dort fußgängerfreundlich gut weiter geht, ist noch nicht entschieden - siehe dazu auch die anschauliche Fotogalerie, extra für Mitglieder angelegt.

Und natürlich erfreuen sich die baulich jetzt fix ausgestalten ehemaligen Pop-up Bikelanes großer Beliebtheit bei allen RadlerInnen - das Netz hat sich gut verbessert.

 

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NL2 - 2021: Zu Fuß in Finnland

Finnland ist eines der schönsten Länder, mit einem herrlich kalten Winter. Doch trotz Temperaturen bis -30° trotzen die Finnen und Finninnen der Kälte mit Lebensfreude und sind einfach immer, egal bei welchem Wetter, draußen und genießen die Natur. Sei es zu Fuß, mit Langlaufschi, mit Schneeschuhen oder mit Eislaufschuhen, die Finnen und Finninnen sind einfach immer draußen und zeigen sich sportbegeistert.

In der Stadt Kuopio gibt es kilometerlange Wanderwege, Langlaufstrecken, einen riesigen Eislaufplatz, Eishockeyfelder und noch viele andere Möglichkeiten, die man gratis in Anspruch nehmen kann, um sich draußen frei zu bewegen. Denn wie die Finnen gerne sagen: „es ist niemals zu kalt, um draußen zu sein, viele sind einfach nur nicht warm genug angezogen“. Vielleicht eine Mentalität, die man zurück nach Österreich mitnehmen kann, denn Bewegung macht doch so viel Freude, vor allem im Winter!

Beitrag von Alexandra Menz, Walk-space.at

 

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» Infomails 2021

 

 

 

Zu Fuß im Iran

Der Iran ist sehr bekannt für die Automobil- und Ölindustrie. Bei einer Reise durch das Land kann man jedoch auch immer wieder gute Infrastrukur für FußgängerInnen entdecken.

So werden an etlichen Straßen, welche zum Eingang großer Moscheen führen, parkende Autos verbannt und das Areal verkehrsberuhigt, so zum Beispiel in Bushehr. Weitere atemberaubend schöne und fußgängerInnenfreundliche Plätze waren in Teheran, im Ab-o-Atash Park, welche durch die preisgekrönte Tabiat Brücke  mit dem Taleghani Park verbunden wird. Dort wird besonderer Wert auf qualitätsvolle Landschaftsarchitektur und ansprechende Platzgestaltung gelegt. 

Weiter südlich in Isfahan lässt sich eine beeindruckende Fußgängerzone bewundern. Dort verbindet die Chahar Bagh e Abbasi Straße als zentrale Achse die Flusspromenade mit dem Zentrum. Autos und Lieferverkehr ist gänzlich verbannt. Breite Fußgängerwege, gesäumt mit einer Baumallee, einer belebten Erdgeschoßzone sowie Marktständen und Cafétrucks laden zum Flanieren und Verweilen ein. In der Mitte der Straße wird ein breiter Fahrradweg errichtet, welcher sich jedoch derzeit noch im Bau befindet.

Während sich dies nach einem kleinen FußgängerInnen-Paradies anhört, kann das Gehen in Teheran auch schnell anstrengend werden. Hohe Gehsteigkanten, fehlende Querungsmöglichkeiten, ein schmaler Gehsteig, offene Kanäle  sowie Poller am Gehsteig stellen große Barrieren da. Und wenn Poller aufgestellt werden, dann stehen sie sehr dicht nebeneinander, mit einem engen Durchlass für Rollstuhl oder Kinderwagen. Auf den Straßen werden Bodenmarkierungen und Ampeln nur selten beachtet, wodurch auch das Überqueren der Straße ohne Schutzweg bzw. bei dichtem Verkehr eine Herausforderung für Zufußgehende darstellt. Hier heißt die Devise: einfach die Straße queren und darauf vertrauen, dass die LenkerInnen anhalten. Überraschenderweise ist man selbst in den Bazaren vom motorisierten Individualverkehr umgeben. MotorradlenkerInnen umfahren einfach die Poller an den Eingängen.

Doch in Hashtgerd New Town, einer geplanten Vorstadt von Teheran, sieht man auf den Straßen hin und wieder einen Akt des „Wiederstandes“. Kinder einer Siedlung haben versucht mit Steinen auf der Straße eine Blockade zu errichten, um so den Straßenraum zum Spielen zurückzugewinnen.

Ein Beitrag von Valentin Promberger, BSc, Walk-space.at
Fotos: Valentin Promberger, Thomas Staub, Joshua Lorenz

Die folgenden Bilder sollen die gesammelten Eindrücke untermalen: 

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Fotogalerie: Gut zu Fuß in Laibach, Slowenien

 

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siehe auch weitere interessante » Infomails 2018

Fotogalerie Portugal 2018

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Fairspace im Rahmen des Tages der Sonne 2018 in Ober-Grafendorf

Am 4. Mai fand im niederösterreichischen Ober-Grafendorf der alljährliche "Tag der Sonne" statt, bei dem walk-space.at wieder mit der Aktion "Fairspace" beteiligt war. Im Rahmen des Fests wurde die Schulstraße gesperrt und so konnte der Straßenrum für einige Stunden den Fußgängerinnen und Fußgängern gewidmet werden. 

Um zu zeigen, welche Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten für Straßenräume bestehen, hat walk-space.at gemeinsam mit Erwachsenen und Kindern vor Ort die Fahrbahn zu einem Erlebnisort für einen Nachmittag transformiert. Bewusstsein schaffen durch Aktionen wie diese steht im Vordergrund von "StraßenPARK". Durch die temporäre Umgestaltung sollen Fantasie und Visionen für eine Weiterentwicklung des Straßenraumes zu Gunsten der Fußgängerinnen und Fußgänger angeregt werden und zum Umdenken beitragen, denn von einem lebenswerten öffentlichen Straßenraum profitieren alle.

» weitere Fotos und Details siehe auch „Social Media“: #StraßenPARK.


Bei Interesse an einer „StraßenPARK“-Aktion in Ihrer Gemeinde / Stadt schauen Sie auf die Projekt-Homepage oder kontaktieren Sie uns unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Tag des guten Lebens in Köln

Freiraum für Ideen, Austausch und neue Mobilität gab es am 18. Juni 2017 im Kölner Stadtteil Deutz. 30 Straßenzüge standen einen Tag lang den Bewohnerinnen und Bewohnern für ihre kreative Ideen zur Verfügung. Dort, wo sonst die Autos den Straßenraum dominieren, trafen sich die Menschen, um ihre Umgebung mit Leben zu erfüllen. Bei sommerlichen Temperaturen lud Straßenmusik zum Tanz ein, Kinder konnten spielend den Straßenraum erobern und Nachbarn hatten Gelegenheit sich kennenzulernen. Neben Lesungen und Straßenmusik gab es die Gelegenheit Lastenräder zu testen und über eine zukunftsfähige Entwicklung des Viertels zu diskutieren.

Der "Tag des guten Lebens" wurde bereits zum viertem Mal von der Bürgerinitiative Agora Köln organisiert. Er soll Veränderung anstoßen und einen Wandel zur klimagerechten Stadt fördern und zeigt deutlich auf: "nur gemeinschaftlich lässt sich Zukunft gestalten".

» Weiterlesen: Projektseite

Eine schöne Aktion, die in ähnlicher Form auch im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche in Österreich 2018 stattfinden könnte. 
Weitere Ideen und Anregungen finden Sie auf www.walk-space.at.

 

Einige Impressionen von Walk-space.at:
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Grazer Umweltzirkus: "Abgefahren! Ohne Auto durch die Stadt"

Bereits zum dritten Mal fand im Grazer Joanneumsviertel der "Umweltzirkus" statt, der heuer unter dem Motto "Abgefahren! Ohne Auto durch die Stadt" abgehalten wurde. Zahlreiche Aussteller boten Workshops und Interaktionen, bei denen die Neugier der Besucherinnen und Besucher an nachhaltiger Mobilität geweckt werden konnte. Walk-space.at war dabei und informierte über die Fachkonferenz in Klagenfurt am Wörthersee, bei der auch DI Karl Reiter aus Graz (FGM) zum Thema „Transformation des öffentlichen Raumes, Qualitätsverbesserung von Nachbarschaften (Kinder und Familien) - EU Projekt" berichten wird.

Fotos: FGM und Isaak Granzer, Walk-space.at 

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Gut zu Fuß in Luxemburg

Gut zu Fuß in Luxemburg - Lëtzebuerg nach méi attraktiv fir de Foussgänger maachen

Ein Beitrag von DI Dieter Schwab, walk-space.at

Walk-space.at steht schon länger in guter Beziehung zu vielen Luxemburger PlanerInnen und VertreterInnen der Verwaltung – da liegt natürlich ein gemeinsamer Auftakt nahe: "Lëtzebuerg nach méi attraktiv fir de Foussgänger maachen":

Radiobeitrag zum Nachhören: http://radio.rtl.lu/emissiounen/10-bis-1/1689589.html

Walk-space.at hat einen Auftaktvortrag zur Fußgängerfreundlichkeit in Luxemburg gehalten – mit Hinweisen zu guten Beispielen und Vorgangsweisen, www.begegnungszonen.or.at, Kampagnen und Strategien etc. Es hat sich in der Diskussion – auch mit VertreterInnen unterschiedlicher Ministerien gezeigt, dass sich schon sehr viel tut in Luxemburg und doch viele dieses Thema weiter forcieren möchten – nach 15 Jahren Radverkehrsförderung, etc. Die Frage ist oftmals wie? Wir wünschen viel Glück und unterstützen gerne mit einem Modell-FußgängerInnen-Check oder Strategien & Kampagnen.

Es wurden auch Mobility-Hot Spots, Radverleihstationen, Begegnungszonen, neue Trambaustellen, das Fußgänger-Leitsystem, ein Fußgänger- / Radlerlift, die City, das Neubauareal und städtebaulich interessante Bereiche in der Stadt Luxemburg – mit Parkierung in gleicher Entfernung zum ÖV - die sehr gelungene Begegnungszone Bertrange, etc. vorort besichtigt.

Siehe dazu die untenstehende Fotogalerie Luxemburg gut zu Fuß

Herzlichen Dank an die Damen vom Mouvement Ecologique und der fachkundigen Exkursionsbetreuungen:
http://www.meco.lu/de/blog/documentcenter/letzebuerg-nach-mei-attraktiv-fir-de-foussgaenger-maachen-2/

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir einander bei der Fachkonferenz in Klagenfurt wieder sehen.

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„Venedig des Nordens“ zu Fuß - Walkable Stockholm Fotogalerie

Stockholm – eine wundervolle FußgängerInnenstadt – das „Venedig des Nordens“ hat an neuralgischen zentralen Punkten Stelen positioniert, um die gewünschten Wege gut finden zu können, um sich gut zu orientieren. Auffallend sind natürlich die umfassenden Möglichkeiten an der atemberaubenden „Waterfront“ zu Fuß zu gehen – egal auf welcher Insel man sich gerade befindet – die Uferbereiche sind attraktiv und offen für alle!

Im zentralen Citybereich gibt es qualitätsvolle FußgängerInnenstraßen – Löwen sind die „Gatekeeper“ – in kurzer Zeit hat sich die FußgängerInnenanzahl dort verdoppelt, auch die Geschäftsleute sind sehr zufrieden. Wundervoll gestaltete Plätze, Umgestaltungen von Straßenräumen haben sich – zusätzlich zu der Citymaut – sehr bewährt und verstärken das pulsierende Leben mit mehr Platz und Aufenthaltsqualität für FußgängerInnen. Die Gestaltung ist auch in Stockholm, der Stadt des Designs, zentral – daher werden einige Straßen ganz bewusst zugunsten das Rad- und Fußverkehrs umgestaltet – neue Tramlinien in den Straßenraum mittig integriert werden - auch wenn dieses Unterfangen teuer ist und dafür der PKW-Verkehr eliminiert werden wird. Die Menschen wollen es!

 

Der öffentliche Verkehr – ganz wichtig als Rückgrat für den Fußverkehr – hat ein enges Netz aus Bahn, U-Bahn, Tram und Bussen – mit einem großen Manko – der Bedienhäufigkeit in den Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden. Radfahren in Stockholm mit einem gut verteilten Leihradsystem ergänzt diese Lücken bisweilen – ansonsten bleibt nur Warten oder zu Fuß gehen!

Die Ziele bzw. Kriterien des walkable Stockholm City-Plans sind: Barrierefreiheit , Wahlfreiheit für das zu Fuß gehen als gute Option, bessere, qualitätsvollere & schönere Routen und besonders verbesserte FußgängerInnenstraßen und –zonen.

 

Einige Impressionen:
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Zu Fuß an der Ostseeküste – Fußverkehr in der Hansestadt Rostock

Die Hafenstadt Rostock liegt an der Ostseeküste und ist dadurch räumlich von der Lage am Wasser geprägt. Dies mag aber nicht nur für den Schiffsverkehr von Vorteil sein, denn auch der Fußverkehr profitiert hierbei von einer attraktiven Umgebung aufgrund der Nähe zum Wasser.

Die größte Stadt des nordöstlichsten deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, oder auch „MeckPomm“ wie es die Einheimischen liebevoll abkürzen, wies in den letzten Jahren einen sinkenden Fußverkehrsanteil am Modal Splits auf und schaffte es dennoch neben Jena die beste Bewertung des perpedesindex 2016 zu erreichen.

Der vom Verkehrswissenschaftler Jörg Kwauka entwickelte perpedesindex bewertete 72 deutsche Großstädte nach den Indikatoren Verkehrssicherheit (getötete Fußgänger pro Mio. Einwohner), Anteil des Fußverkehrs im Modal Split, Umwegefaktor (Erreichbarkeit), Motorisierungsgrad und Erholungsfläche pro Einwohner (Attraktivität), wobei jede Stadt insgesamt maximal 100 Punkte erreichen konnte. Rostock und Jena erreichten mit 76 Punkten den ersten Platz unter den Großstädten, was vermutlich am im Vergleich relativ hohen Fußverkehrsanteil am Modal Split liegen mag, selbst wenn sich dieser in den vergangenen 20 Jahren reduziert hat.

Anfang der 1990er-Jahre mag dies noch am steigenden Anteil des MIV gelegen haben, als dessen Wert von ca. 30 Prozent im Jahr 1991 bis Ende der 1990er-Jahre auf etwa 41 Prozent anstieg, bis jedoch ab Anfang der 2000er Jahre der Anteil des motorisierten Verkehrs zurückging und der Umweltverbund wieder anteilsmäßig dazugewinnen konnte. Trotz alledem konnte der Fußverkehr nie wieder die zahlenmäßige Bedeutung erlangen, die dieser früher in den 1990ern hatte, während hingegen der Radverkehr deutlich an Bedeutung gewinnen konnte. Die aktuellsten Zahlen aus 2014 sprechen allerdings für einen positiven Trend, der ehemaligen Werten wieder näher kommt, denn der Umweltverbund verzeichnete in der 200.000-Einwohner-Stadt einen Anteil von rund 65%, wobei Prognosen von einem weiteren Anstieg des Fußverkehrsanteils bis 2030 ausgehen. Um dies zu erreichen hat die Stadt Ziele und Maßnahmen im Stadtentwicklungskonzept „Rostock 2025 – Leitlinien zur Stadtentwicklung“ definiert, wie u.a. den Bau von Fuß- und Radwegbrücken und die Beseitigung von Barrieren auf Fußwegen.

Dass innerhalb des Umweltverbundes wiederum die aktive Mobilität besonders stark ist verwundert nicht, denn die Topographie ist geradezu ideal dafür. Kaum bzw. nur geringe Steigungen in der Stadt machen das Zufußgehen attraktiv, einzig die Entfernung vom Zentrum bis zur Küste erfordert entweder einen langen Fußmarsch oder die Nutzung von Rad oder ÖV. Vom Hauptbahnhof der Hansestadt ist der Weg allerdings nicht weit in die Innenstadt und auffällig dabei ist der Oberflächenbelag in manchen Seitenstraßen, wo noch immer das Kopfsteinpflaster vergangener Tage erhalten ist. Ein Hingucker beim Warten an den größeren Kreuzungen sind die vor allem aus Berlin bekannten Ampelmännchen, die auch in Rostock anzutreffen sind. Das Zentrum selbst ist weitestgehend fußgängerfreundlich ausgerichtet, wobei mangels „Begegnungszonen“ einige Fahrbahnen in der Innenstadt erhalten geblieben sind.

Und dort wo FußgängerInnen unterwegs sind, floriert die lokale Wirtschaft: Die wichtigste Einkaufsstraße in Rostock, die Kröpeliner Straße, verläuft in Ost-West-Richtung und wird von zahlreichen Geschäften und Restaurants sowie Cafés gesäumt, die von Touristen wie Einwohnern aus der Region aufgesucht werden. Aber um entlang des Wassers zu gehen, muss man die Innenstadt gar nicht verlassen: Entlang des Warnow-Ufers sind breite Fußgängerpromenaden angelegt, die neben den Schiffsanlegestellen zum Verweilen einladen. Doch wer an die Küste möchte, der muss in den Stadtteil Warnemünde. Hier direkt an der Ostsee dominieren natürlich touristische Nutzungen, denn Warnemünde ist vor allem in den Sommermonaten ein beliebtes Reiseziel. Und hier bestimmen ganz klar die FußgängerInnen das Geschehen, ob auf der Strandpromenade oder am Sandstrand.

ein Beitrag von Christian Zeilinger, walk-space.at

 

Einige Impressionen:
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„Venedig des Nordens“ zu Fuß - Walkable Stockholm

Stockholm – eine wundervolle FußgängerInnenstadt – das „Venedig des Nordens“ hat an neuralgischen zentralen Punkten Stelen positioniert, um die gewünschten Wege gut finden zu können, um sich gut zu orientieren. Auffallend sind natürlich die umfassenden Möglichkeiten an der atemberaubenden „Waterfront“ zu Fuß zu gehen – egal auf welcher Insel man sich gerade befindet – die Uferbereiche sind attraktiv und offen für alle!

Im zentralen Citybereich gibt es qualitätsvolle FußgängerInnenstraßen – Löwen sind die „Gatekeeper“ – in kurzer Zeit hat sich die FußgängerInnenanzahl dort verdoppelt, auch die Geschäftsleute sind sehr zufrieden. Wundervoll gestaltete Plätze, Umgestaltungen von Straßenräumen haben sich – zusätzlich zu der Citymaut – sehr bewährt und verstärken das pulsierende Leben mit mehr Platz und Aufenthaltsqualität für FußgängerInnen. Die Gestaltung ist auch in Stockholm, der Stadt des Designs, zentral – daher werden einige Straßen ganz bewusst zugunsten das Rad- und Fußverkehrs umgestaltet – neue Tramlinien in den Straßenraum mittig integriert werden - auch wenn dieses Unterfangen teuer ist und dafür der PKW-Verkehr eliminiert werden wird. Die Menschen wollen es!

 

Der öffentliche Verkehr – ganz wichtig als Rückgrat für den Fußverkehr – hat ein enges Netz aus Bahn, U-Bahn, Tram und Bussen – mit einem großen Manko – der Bedienhäufigkeit in den Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden. Radfahren in Stockholm mit einem gut verteilten Leihradsystem ergänzt diese Lücken bisweilen – ansonsten bleibt nur Warten oder zu Fuß gehen!

Die Ziele bzw. Kriterien des walkable Stockholm City-Plans sind: Barrierefreiheit , Wahlfreiheit für das zu Fuß gehen als gute Option, bessere, qualitätsvollere & schönere Routen und besonders verbesserte FußgängerInnenstraßen und –zonen.

 

Mit der „Vision Zero“ versucht Stockholm bei Zebrastreifen vermehrt anzusetzen (Verbreiterung wegen zunehmendem Fußverkehr) – auch wenn mancherorts wegen mangelnder Streifen AnrainerInnen mit Spraydosen zur Selbsthilfe greifen, wo diese mangeln (siehe Fotogalerie).

Ansonsten gibt es im Zentralbereich und auch besonders dort, wo Steigungen sind, oftmals Durchgänge, Brücken, Treppenanlagen, etc. – manchmal auch mit Radabstellmöglichkeiten. Beim zu Fuß gehen spielen das „Sehen und sich Treffen“ besonders auf Plätzen und in Parks einen großen Stellenwert.

Der Winter verlangt v.a. Service und Dienstleistung – Expressschneeräumungen für Rad- und Fußverkehr ist Standard!

Stockholm hat, wie viel andere Städte auch, natürlich Probleme mit den Strukturen, die aus den 60er und 70er Jahren stammen. Im Winter werden derzeit immer noch viele FußgängerInnenstraßen dem Autoverkehr ein wenig zurück geben, ansonsten befindet sich dort – „Outdoorseating“ statt Parkplätzen – die Menschen lieben dieses Konzept!

ein Bericht von DI Dieter Schwab, walk-space.at

Mehr Details finden Sie unter: "the walkable city - stockholm-city-plan"

 

Links zum Thema:

» "Exploring the Streets of Stockholm"

» "How Stockholm Became the Ultimate Walkable City"

» "The concept of Stockholm"

 

Einige Impressionen:
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Zu Fuß durch Washington DC

Die nach dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika benannte Hauptstadt hat eine relativ junge Geschichte, besteht sie doch erst seit rund 200 Jahren. Mit dem Bau des weltbekannten Weißen Hauses wurde der Grundstein für die Planhauptstadt im Osten der USA gelegt. Washington DC hat circa 600.000 Einwohner und ist damit vergleichbar mit europäischen Städten wie Stuttgart oder Leipzig. Die Abkürzung DC steht für District of Columbia, dem Bundesstrikt auf dessen Land die Hauptstadt entstand. Diese historische Bedeutung hat bis heute Wirkung auf das Handeln der Stadtpolitik: Gesetze und Maßnahmen auf städtischer Ebene müssen in Abstimmung mit dem Kongress erfolgen. Auch städtebaulich unterscheidet sich Washington markant von anderen amerikanischen Städten, denn strenge Bebauungsvorschriften erlauben keinen Bau von Hochhäusern im Stadtgebiet. Der öffentliche Raum wird von breiten Straßenräumen geprägt, wobei natürlich, wie für Amerika üblich, vor allem der Fahrbahn einiges an Platz zugesprochen wird. Doch trotz mehrstreifiger Straßen auch im Zentrum bleibt genug Platz für breite Gehsteige, die sogar Aufenthaltsflächen und Sitzgelegenheiten nebst Bäumen bieten und damit auch begeisterten FußgängerInnen den vorbeibrausenden motorisierten Verkehr vergessen lassen.

Die „National Mall“ als zentrale, parkartige Grünraumachse, an der zahlreiche wichtige staatliche Institutionen angesiedelt sind, vereint viele Funktionen: Während sie ursprünglich mehr zu Repräsentation und dem Ausdruck politischer Macht diente, erfüllt sie heutzutage mehr den Charakter eines großen Aufenthalts- und Erholungsraumes für die angrenzenden BüroarbeiterInnen und als Ausflugsziel für StadtbewohnerInnen und TouristInnen. Die enormen Ausmaße dieser Freiraumachse – fast 5 Kilometer lang und circa 500m breit - wirken jedoch nicht gerade alltagstauglich, möchte man von einem zu einem anderen Stadtteil zu Fuß gehen muss einiges an Distanz zurückgelegt werden. Dennoch lockert dieser Freiraum das durch die orthogonale Struktur doch etwas eintönige Stadtbild auf und verschafft diesem eine wichtige Qualität, die zum Gehen anregt. Die Blickachsen Richtung Kapitol und Washington Monument tragen ihren Teil zu einem optisch ansprechenden Fußweg bei.

Etwas kleiner sind die Dimensionen hingegen im Stadtteil Georgetown, der typisch amerikanisches Kleinstadtflair versprüht. Hier sind die Gebäude bei weitem nicht mehr so „wuchtig“ wie im Zentrum und optisch ansprechender und vor allem abwechslungsreicher. Hier findet man belebte Erdgeschoßzonen und abseits der Hauptstraßen ruhige Wohngebiete.

Von Georgetown ist es auch nicht mehr weit nach Arlington jenseits des Potomac Rivers, allerdings merkt man hier als Fußgänger schon mehr die autozentrierte Verkehrsplanung in amerikanischen Städten. Auf der anderen Uferseite sind durch eine Autobahnauffahrt längere Fußwege notwendig und die hohen Geschwindigkeiten des motorisierten Verkehrs erlauben nicht einmal einen schnellen Sprint zur Straßenquerung. Aber auch in Washington selbst gibt es eher ungemütliche Stellen. Gekrönt wird das Ganze sogar von einem Stoppschild für Fußgänger an einem Schutzweg.

Da verwundert es nicht, dass die Stadt eine hohe Zahl an Verkehrsunfällen mit FußgängerInnen (jährlich circa 650) zu beklagen hat, davon nach eigenen Angaben sogar bis zu 15 tödliche Unfälle jedes Jahr. Die Stadt hat diese traurige Bilanz zum Anlass genommen und hat den „Pedestrian Master Plan 2009“ ins Leben gerufen, um einerseits die Verkehrssicherheit für FußgängerInnen zu erhöhen und das Gehen an sich attraktiver zu gestalten. Dieser Masterplan verfolgt vor allem folgende Vision: “Washington, DC will be a city where any trip can be taken on foot safely and comfortably, and where roadways equally serve pedestrians, bicyclists, transit users and motorists.” In vier kompakten Kapiteln wird die Bedeutung bzw. die Stellung des Masterplans, der Ist-Zustand des derzeitigen Fußwegenetzes beschrieben, Empfehlungen (Maßnahmen) angesprochen und abschließend die Implementierung zu den drei Hauptzielen der Empfehlungen skizziert.

Nähere Infos: http://ddot.dc.gov/peds

Pedestrian Master Plan 2009 als Download: http://ddot.dc.gov/node/479562

Nun, Washington ist vielleicht fußgängerfreundlicher als so manch andere Großstadt in den USA. Beeindruckend ist die National Mall als riesige Parkanlage inmitten der Stadt, wo man dem Treiben der Stadt ein bisschen entfliehen kann, denn man findet in diesem großen Grünraum auch ruhigere Rückzugsorte, an denen man so manch tierischem Mitbewohner begegnen kann. Doch ganz dem amerikanischen Klischee der autofreundlichen Planung kann sich die Stadt vor allem abseits des Zentrums dennoch nicht entziehen, auch wenn man mit dem Masterplan ein Stückchen in die richtige Richtung geht und Verbesserungen für FußgängerInnen anstrebt. Aber solange es Stoppschilder für ebendiese gibt, muss noch einiges an Umdenken passieren…  

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Ein Spaziergang durch Stadtentwicklungsprojekte in Oslo

Für die norwegische Hauptstadt Oslo wird ein sehr starkes Bevölkerungswachstum prognostiziert. Die Bevölkerung soll von derzeit knapp über 600.000 bis 2035 auf über 850.000 EinwohnerInnen anwachsen. Um dieses Wachstum bewältigen zu können, gibt es zahlreiche Stadtentwicklungsprojekte um Wohnraum zu schaffen.

Die Stadtregierung Oslos verlautbarte vergangenes Jahr, dass die Innenstadt bis 2019 vollkommen autofrei sein soll. Schon heute werden knapp 2/3 aller Wege zu Fuß, mit dem ÖV oder dem Rad zurückgelegt. Doch gerade die starke flächige Ausdehnung der Stadt sorgt für Probleme in der Anbindung. Das Straßenbahnnetz wird seit einigen Jahren erneuert und es sollen weitere Investitionen in den öffentlichen Verkehr getätigt werden.

„The Fjord City“ ist eines der städtischen Entwicklungsgebiete und erstreckt sich entlang des Uferbereichs und zeichnet sich durch seine unmittelbare Nähe zum Zentrum aus. Hier sollen durch die Revitalisierung von ehemaligen Hafenbereichen Büro- und Wohngebäude entstehen. Entlang der Küste soll im Entwicklungsgebiet eine 9 Kilometer lange und 20 Meter breite Promenade für Fuß- und RadfahrerInnen entstehen.

Teile der Fjord City sind bereits realisiert, so zum Beispiel das Opernhaus Oslo oder der Projektabschnitt Tjuvholmen. Dieser zeichnet sich durch eine Vielzahl an kulturellen Einrichtungen und dem bereits realisierten Teilstück der Küstenpromenade aus. Die Promenade ist von Lokalen gesäumt und bietet eine zentrumsnahe Möglichkeit zu flanieren.

In der Innenstadt befindet sich die Karl Johans Gate die im Bereich zwischen Hauptbahnhof und dem norwegischen Parlament Storting eine Fußgängerzone ist. Diese stellt einerseits eine schnelle fußläufige Verbindung innerhalb der Innenstadt dar, anderseits dient sie als Einkaufsstraße.

Als weiteres fußgängerfreundliches Verbindungselement wurde 2011 die sogenannte Akrobaten Fußgängerbrücke gebaut, die über die Schienen des Hauptbahnhofs führt und so zwei Stadtteile miteinander erschließt.

Viele BewohnerInnen tragen gerade in den dunklen Wintermonaten Reflektoren an ihrer Kleidung um von motorisierten VerkehrsteilnehmerInnen besser erkannt zu werden. Die Beleuchtung der Straßen ist generell sehr spartanisch, was das Unfallrisiko noch zusätzlich verstärkt.

Ob Oslo zur ersten autofreien Stadt der Welt wird bleibt abzuwarten, allerdings versucht die Stadt mit der Neuschaffung und der Attraktivierung von bestehenden Fuß- und Radwegenetzen das Angebot an hochwertiger Infrastruktur zu steigern.

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Fachexkursion Fußverkehr Graz

Do., 14. Juli 2022 | 10:00 - 17:15 Uhr

Cover Flyer Graz

Begrenzte Teilnehmerzahl -
bitte rechtzeitig anmelden!

» Programm & Anmeldung

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Aktion #mitallensinnen zu Fuß

33. StVO Novelle beschlossen

Verkehrszeichen: durchlässige Sackgasse

Um die aktive Mobilität zu verbessern, wurde eine Vielzahl von Forderungen für eine StVO-Novelle eingebracht.

Unsere Forderungen für eine fußgängerfreundliche StVO:

  • "durchlässige Sackgasse"
  • "Schulstraße"
  • Adaptierungen zum Verhalten der Fußgänger
  • Absoluter Vorrang für Gehende gegenüber gehsteigquerenden Fahrzeugen & Verhalten auf Gehsteigen

Wir freuen uns sehr, dass eine Vielzahl der Walk-space.at Vorschläge übernommen worden sind (Schulstraße, Sackgasse mit Durchgehmöglichkeit,...)

  

Bis 1. Juli gab es die Möglichkeit Stellung zu beziehen:
» Gesetzesvorschlag

 

Walk-space Vorhaben, Projekte & Aktivitäten

Webinar Fußverkehr: Walking Akademie

Wissensplattform zum Thema Fußverkehr mit unterschiedlichen Themen und Schwerpunkten

Blick von oben auf eine "grüne" Haltestelle

 

Gehsteig ≠ Fahrsteig

Der Gehsteig ist kein Fahrsteig - Sujetbild

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Walk-space.at gewinnt den Congress Award Graz

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Begegnungszonen Studie:

12 Standorte in Österreich im Vergleich

Cover der Begegnungszonen-Studie

Im Rahmen der Studie wurden 12 Begegnungszonen in Österreich - u.a. nach fußgängerfreundlichen Aspekten - evaluiert. 

Diese wurde bei der XII. Österr. Fachkonferenz für FußgängerInnen 2018 vorgestellt.

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