ZU FUSS INFO 5/2023

 

  

 W a l k - s p a c e   I n f o m a i l   5  /  2 0 2 3

Werte/r Interessent/in am Zu-Fuß-Gehen,
liebe/r aktiv mobile/r Leser/in,

In einer fußgänger:innen-freundlichen Stadt verschmelzen kleinteilige Durchmischung und ein großflächiges Netz an attraktiven Freiräumen zu einem harmonischen Ganzen. Andreas Kleboth von der Kleboth und Dollnig ZT GmbH veranschaulichte dies kürzlich in seiner lebendigen Plenarpräsentation auf der 👉  XVII. Österreichischen Fachkonferenz für FußgängerInnen in Weiz. Spannende Vorträge präsentierten außerdem, wie mittelgroße Gemeinden und Städte das Zufußgehen im Alltag fördern können, wobei besonders klimafitte kommunale Strategien im Fokus standen. Der Masterplan Gehen, die klimaaktiv mobil Förderungen, die Schulstraßen, die neue StVO und die Begegnungszonen waren ebenfalls spannende Themen.

Ein weiteres Highlight dieser Fachkonferenz war die 👉 "Fußverkehrsstrategie Steiermark 2030+" mit dem inspirierenden Titel "Nur einen Spaziergang entfernt". Das Land Steiermark setzt damit neue Anreize, den Fußverkehr zu stärken und strebte eine höhere Lebensqualität im öffentlichen Raum an.

Erfahren Sie in dieser Ausgabe mehr über diese wegweisende Strategie und weitere interessante Themen, die auf der Fachkonferenz für FußgängerInnen in Weiz diskutiert wurden. Zusätzlich werfen wir schon einen ersten Blick voraus auf den Sommer – die 👉  nächste Österreichische Fachkonferenz für FußgängerInnen 2024 findet Anfang Juni in Wien statt. Interessierte, die das Programm aktiv mitgestalten möchten, haben bis Ende Jänner die Möglichkeit, ihre Inhalte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu übermitteln. Seien Sie dabei am 4. und 5. Juni 2024 in der Seestadt!

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und
eine besinnliche Adventszeit mit zahlreichen "geh-sinnlichen" Momenten.

Fußgängerfreundliche Grüße,

DI Dieter Schwab, Obmann
und das Walk-space.at Team

» Jetzt: Walk-space Lobbyarbeit unterstützen - GIVE US POWER

Wenn Sie unsere Vereinsaktivitäten unterstützen möchten, freuen wir uns auch über Ihre Projektkooperation oder Teilnahme bei div. Veranstaltungen.

PROJEKTE




 


Fotos: Wien 3420 AG, Luiza Puiu 

 

Fachkonferenz für FußgängerInnen 2024:
„Call for Content“ gestartet –
Mitmachen bis Ende Jänner

Unter dem Motto „Zu Fuß aktiv mobil in der Nachbarschaft - Transformation öffentlicher Räume & lebenswerte Straßenräume“ findet am 4. und 5. Juni 2024 in Wien, aspern Seestadt (Kulturgarage) die 18. Österr. Fachkonferenz für FußgängerInnen 2024 statt.

Mitmachen als Inputgeber:in bis 30.01.2024:
Titelvorschlag und eine kurze Beschreibung (1 Seite in DIN A4-Format) an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vorgesehene Themenschwerpunkte:

• Masterplan Gehen und klimafitte Bezirke / Kommunen
• Begegnungszonen & lokale Wirtschaft
• Inklusive Stadt und Nudging
• Flanieren und Aufenthaltsqualitäten
• Gerechtigkeit im öffentlichen Raum -
  Gut zu Fuß im Alltag und am Arbeitsweg
• Zu Fuß gesund mobil (vorgesehen)
• Straßenraumumgestaltungen im Bestand und 
  in Stadtentwicklungsgebieten
• Supergrätzel / Superblocks

Zudem sind internationale gute Beispiele, Walkshops & Rundgänge in aspern Seestadt und anderen Gebieten vorgesehen. Gehen Sie mit! Seien Sie als Inputgeber:in dabei!
Bis Ende Januar 2024 gibt es die Gelegenheit zum Mitmachen.

👉 Weitere Infos siehe: Konferenzhomepage

 

 

 

 

 

 

 

Das war die Österr. Fachkonferenz für FußgängerInnen in Weiz

Mehr als 150 Teilnehmende nutzten im Oktober die Gelegenheit, sich in den schönen Räumlichkeiten im Kunsthaus Weiz auszutauschen und inspirierende Beiträge zu verfolgen. Das abwechslungsreiche Programm der XVII. Österreichischen Fachkonferenz für FußgängerInnen stand unter dem Motto "Gut zu Fuß in mittelgroßen Gemeinden und Städten - Strategien und Verhalten". Verschiedenste Themen wurden dabei beleuchtet, darunter:

• Masterplan Gehen und klimafitte kommunale Strategien:
  Bundesebene, Land Steiermark, Kommunen
  am klimaaktiv mobil Tag
• Schulstraßen und neue StVO
• 10 Jahre Begegnungszonen - gestaltete Straßenräume
• Innovationen, Transformationen, Mobilitätsräume - Nudging und neue Prozesse
• Querungsstellen: Bedarf und Ausführung
• Bewegung & Gesundheit bewusst zu Fuß

👉 Nachlese: Fachkonferenz für Fußgänger:innen 2023 Weiz

Die Eröffnung der Konferenz wurde von Landeshauptmann Stv. Anton Lang (Land Steiermark), Bürgermeister Erwin Eggenreich (Stadt Weiz), DIin Dr.in Wiebke Unbehaun (BMK) und DI Dieter Schwab (Obmann Walk-space.at) durchgeführt. Dabei wurde betont, dass die Attraktivierung des Fußverkehrs entscheidende Schritte in Richtung klimaneutrale Mobilität ermöglicht. Die Stadt Weiz hat in den letzten Jahren verschiedene Projekte zur Förderung des Fußverkehrs erfolgreich umgesetzt, darunter die Installation der ersten Fuß- und Radzählmaschine mit Display, ein ansprechendes Leitsystem und die Umsetzung von Mobility Hubs.

Durch die Unterzeichnung der "Charta für das Gehen" haben sich die Stadt Weiz und das Land Steiermark zu einer verbesserten Integration von Wegenetzen, zur Steigerung einer inklusiven Mobilität und zur Schaffung gesunder, für den Fußverkehr leistungsfähiger und nachhaltiger öffentlicher Räume ausgesprochen.

Besonders erfreulich war, dass im Zuge der Fachkonferenz die neue "Fußverkehrsstrategie Steiermark 2030+" präsentiert werden konnte.

 

 

Der erste Konferenztag – der klimaaktiv mobil Tag
präsentierte vielfältige Ansätze, wie mittelgroße Gemeinden und Städte ihre Fußverkehrsinfrastruktur verbessern können. Neben zahlreichen "Speed-Dating" Projekten beispielsweise von der Stadtgemeinde Althofen, Stadtentwicklung Leibnitz oder dem Magistrat Krems/Donau, gab es die Möglichkeit zum Austausch in drei interessanten Workshops.

Workshop A beschäftigte sich mit den bisherigen Erfahrungen und aktuellen Entwicklungen zum „Masterplan Gehen“ sowie der steirischen Fußverkehrsstrategie im Detail. Dazu wurden Beispiel aus Graz, Wien und Mödling vorgestellt.

Workshop B widmete sich dem Thema Schulstraßen in Österreich, wobei erfolgreiche Umsetzungsbeispiele aus Graz, Salzburg und Bregenz präsentiert wurden. Expert:innen teilten ihre Praxiserfahrungen, Tipps und Materialien für die erfolgreiche Umsetzung von Schulstraßen, die nun auch im neuen Leitfaden Schulstraße von klimaaktiv mobil zusammengefasst sind:

 👉 klimaaktiv mobil Leitfaden Schulstraßen

Workshop C ging der Frage nach, wie das Verhalten von Menschen zur aktiven Mobilität zu Fuß beeinflusst werden kann. Neben technischen Innovationen wurden Kampagnen und Projekte vorgestellt, die das Engagement derjenigen verdeutlichen, die sich für aktive Mobilität einsetzen. Darüber hinaus wurde die Fußgängerfreundlichkeit von drei europäischen Städten beleuchtet – ein wirkliches Highlight in diesem Workshop. 

 

 

 

 

 

Am zweiten Tag der Konferenz
standen nach zahlreichen inspirierenden Beispielen beim "Speed-Dating" gesundheitliche Aspekte des Gehens sowie die Themen Begegnungszonen und Querungsstellen im Mittelpunkt.

Dr.in Verena Zeuschner vom FGÖ betonte in ihrem Eröffnungsstatement die positiven gesundheitlichen Effekte des Gehens. Der Fonds Gesundes Österreich unterstützt Initiativen im Sinne von Health in All Policies (HiAP), um aktuellen Herausforderungen wie den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. In diesem Kontext stellte Daniel Sauter (CH) fünf interessante Kurzthesen  vor, die als Diskussionsgrundlage für die nachfolgende Session 3 mit dem Titel „Bewegung & Gesundheit bewusst zu Fuß“ dienten.

Dipl. Geogr. Jörg Thiemann-Linden gab einen aktuellen Überblick zu Begegnungszonen und Shared-Space im Nordwesten Europas, was eine gute Grundlage für die Diskussion in der Session 1 bildete. Einen einführenden Beitrag zur Session 2 lieferte Hatun Atasayar, BSc vom KFV, die im Plenum über die Herausforderungen einer sicheren und attraktiven Fußgängerinfrastruktur für die Planung referierte. Die Impulsbeiträge der TU Graz und von Triagonal GmbH stellen wertvolle Anregungen für die Überarbeitung der RVS 03.02.12 Fußverkehr. Diese Richtlinie, die aus dem Jahr 2015 stammt, wird derzeit im Ausschuss des FSV „aktive Mobilität“ überarbeitet und dient dazu, die Sicherheit und den Schutz von Fußgänger:innen im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Zum Abschluss gab es ein stimmungsvolles Handover für die Fachkonferenz 2024 in Wien: 4. und 5. Juni 2024 an den LAbg. GR Mag. Stephan Auer-Stüger. Dazu überreichten Dr. Peter Sturm (Land Steiermark) und Bgm. Erwin Eggenreich (Stadt Weiz) ein kleines Präsent aus der Steiermark und wünschten der Stadt Wien, Mag.a Eva Mastny (BMK) und DI Dieter Schwab (walk-space.at) viel Erfolg.

 👉 Save the date: : 4. und 5. Juni 2024 aspern Seestadt

Die interessanten Beiträge dieser Fachkonferenz in Weiz stehen für Mitglieder zur Nachlese in der Abstractmappe zur Verfügung.

Tagungs-DOKU verfügbar:
Bei Interesse an einzelnen Beiträgen kontaktieren Sie: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Die Gesamtdokumentation kann zum Selbstkostenpreis mit einer Ermäßigung für Walk-space.at Vereinsmitglieder sowie registrierte Konferenzteilnehmer:innen bestellt werden.

👉 Nachlese: Österr. Fachkonferenz für Fußgänger:innen 2023 Weiz

👉 Kurzfilm für Mitglieder

Konferenznews:

» Facebook
» Twitter
» Material für Medien
» Konferenzwebpage

 

AKTUELL

 

Walk-space beim Fußverkehrslehrgang in Wien

Vor kurzem endete der neue Lehrgang für Fußverkehr vom Klimabündnis Österreich. DI Dieter Schwab, Walk-space.at hielt einen Input über Fußverkehrs-Checks in der Praxis.

Durch den Lehrgang sollen kompetente Ansprechpartner*innen für den Fußverkehr ausgebildet werden, damit in den Gemeinden das Thema des Fußverkehrs an Bedeutung gewinnt und bei (Infrastruktur)-Entscheidungen in den Gemeinden die Bedürfnisse der Fußgänger*innen berücksichtigt werden.

In zwei Modulen wurden an 4 Tagen Maßnahmen zur Verhaltensänderung sowie Planungsgrundlagen für fußverkehrsfitte Gemeinden vermittelt. Zudem standen Maßnahmen für einen sicheren Fußverkehr auf Schulstraßen bzw. Wohnstraßen sowie Good Practice Beispiele am Lehrplan. Praktiker:innen aus der Gemeindepolitik zeigten, wie dies konkret umgesetzt werden kann.

👉 Weiterlesen: Präsentation

👉 Weitere Informationen siehe: Klimabündnis Österreich

 

Fußgänger:innen-Check Enns:
Anregungen zur "walkablity"

Im Rahmen dieses Checks wurde gemeinsam mit den Interessent:innen vor Ort die Wünsche und Herausforderungen bezüglich des Fußwegenetzes gesammelt. Die Highlights waren ein Schulaudit und ein Workshop mit Bürger:innen und Senior:innen. Dabei wurden die aktiv-mobilen Wege genauer unter die Lupe genommen, um sie zukunftstauglich zu gestalten.  Die gesammelten Erfahrungen und Wünsche wurden sorgfältig protokolliert, um eine nachhaltige Verbesserung zu ermöglichen. Wir sammeln noch Ideen zur weiteren Optimierung des Gehens, Querens und Verweilens im öffentlichen Raum in Enns. Ob Barrierefreiheit, Sitzgelegenheiten, Beleuchtung oder Grünflächen - Ihre Vorschläge sind wichtig! Senden Sie uns gerne Ihre Anregungen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - für eine fußgängerfreundliche Stadt.

👉 Weiterlesen: Gut zu Fuß in Enns

 

 

  Gut zu Fuß in Gratkorn

Der Fußgänger:innen-Check in Gratkorn sammelt Wünsche und identifiziert "Stolpersteine" entlang wichtiger Alltagswege. Bei den Workshops im Frühling 2024 sind alle Interessierten eingeladen, ihre Anregungen für fußgängerfreundliche Qualitäten in Gratkorn einzubringen. Dabei werden Stärken und Schwächen im örtlichen Fußwegenetz analysiert, und Vorschläge zur Verbesserung rund um Seniorenwohnen, Kirchplatz, ÖV-Stationen, Park und Friedhof gesammelt. Ein gemeinsamer Rundgang ermöglicht die Erkundung wichtiger Örtlichkeiten. Im März 2024 ist auch ein spezielles "Audit" mit Schülerinnen und Schülern der Volksschule Gratkorn geplant, um die Anliegen der jungen Generation zu berücksichtigen. Für alle, die nicht an den Workshops teilnehmen können, besteht die Möglichkeit, Anregungen über einen Rückmeldebogen online mitzuteilen:

👉 Rückmeldebogen Gratkorn

👉 Weiterlesen: Gut zu Fuß in Gratkorn

 

 

 

 

Lienz - die 10 Minuten Stadt zu Fuß
Örtliches Fußverkehrskonzept

In  Zusammenarbeit mit Walk-space.at hat die Stadt Lienz Vorschläge und Ideen der Bevölkerung gesammelt und in ein Maßnahmenkonzept integriert. Auf Grundlage von Analysen, Erhebungen, Beobachtungen und mehreren Workshops wurden Mängel & Wünsche der Zufußgehenden ermittelt. Diese bilden eine qualitätsvolle Basis für das Örtliche Fußverkehrskonzept "Lienz - die 10 Minuten Stadt zu Fuß", das mittlerweile vom Gemeinderat beschlossen wurde. Die Stadt möchte in den kommenden Jahren mehrere Maßnahmen umsetzen und damit noch sicherere Schulwege ermöglichen, die eine nachhaltige Mobilität fördern.
Eine nächster Schritt ist die AG Gehen Ende November 2023 in Lienz - wir freuen uns auf eine anregende Vernetzung.

👉 Projektwebpage Lienz - die 10 Minuten Stadt zu Fuß

 

 

Green Capital Award 2025

Für eine nachhaltige Zukunft ist es entscheidend, wie wir Städte planen und gestalten. Dabei ist zu berücksichtigen, wie wir uns fortbewegen und miteinander interagieren. Mehr als 2/3 der Bevölkerung in Europa leben in Städten. Daher müssen wir diese Räume mehr denn je pflegen, um eine gesündere und grünere Umgebung zu schaffen.

Der EU Green Capital Award zeichnet jene Städte aus, die sich für die Planung und Schaffung einer umweltfreundlichen Umgebung engagieren und Ideen umsetzen. Der Finalist Vilnius darf sich nun mit dem begehrten Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ bezeichnen. Die Stadt Graz schaffte es mit der portugiesischen Stadt Guimarães und dem litauischen Vilnius in die Endauswahl - den Sieg holte sich die Hauptstadt Litauens.

Die Nominierung von Graz in die Endauswahl zeigt, wie viel Engagement und Potenzial in Graz steckt, um diese noch klimafreundlicher und lebenswerter zu gestalten.

👉 Mehr dazu: graz.at/greencapital

 

WISSEN


 

"Fußverkehrsstrategie Steiermark 2030+"

Im Zuge der 17. Österr. Fachkonferenz für FußgängerInnen wurde in Weiz unter dem Titel „Nur einen Spaziergang entfernt“ die neue Fußverkehrsstrategie Steiermark 2030+ vorgestellt.

Die Strategie beschreibt zunächst warum es wichtig ist den Fußverkehr als integrierten Bestandteil des Gesamtverkehrs zu sehen und was konkret getan werden muss, um die Situation für Fußgänger:innen in der Steiermark zu verbessern.

Das Land Steiermark fördert damit die Erstellung von strategischen Konzepten zur Verbesserung des Fußverkehrs – aufbauend auf das Förderprogramm „klimaaktiv mobil“ des Klima- und Energiefonds des Bundes. Aus dem Konzept hervorgehend werden Umsetzungen von Bundesseite gefördert und die Gemeinden seitens des Landes Steiermark darauf aufbauend unterstützt.
Hierfür ist die Erstellung einer Fußverkehrsstrategie bzw. eines Masterplan Gehen Voraussetzung – siehe dazu auch das Handbuch Gehen.

"Wir gehen zu Fuß, wenn die Wege schnell, funktionell, attraktiv, kurzweilig, sicher und ruhig sind. Wir gehen auch zu Fuß, weil es Ziele gibt, die wir gut zu Fuß erreichen können. Daher achten wir auf lebendige Ortszentren. Wir gehen zu Fuß, weil es gesund ist. Wir gehen zu Fuß, weil das Ziel nur einen Spaziergang entfernt ist.“

👉 Download: Fußverkehrsstrategie Steiermark 2030+

 

 

 

Symposium Schulstraße

Seit Oktober 2022 ist die Schulstraße mit einheitlichen Regeln und einem eigenen Verkehrsschild gesetzlich in der Straßenverkehrsordnung (StVO) verankert. Dieser Meilenstein bedeutet eine Erleichterung gegenüber der vorherigen Praxis, bei der Schulstraßen durch zeitlich begrenzte Fahrverbote geregelt wurden, die von der zuständigen Behörde für jede Schule individuell entwickelt werden mussten.

Am 20. September 2023 fand im BMK ein eintägiges Symposium zu Schulstraßen statt, bei dem Erfolgsbeispiele präsentiert und Erfahrungen bei der Umsetzung ausgetauscht wurden. DI Dieter Schwab von Walk-space.at präsentierte nicht nur Ansätze zu Schulstraßen in Europa, sondern beleuchtete auch die Herausforderungen bei der Umsetzung und stellte gelungene Beispiele rund um Schulen vor. In seinem abschließenden Beitrag gab er eine Empfehlung des Vereins, welche Schritte zukünftig erforderlich sind.

👉 Walk-space.at Präsentation für Mitglieder

 

 

 

 

Die „ewige Stadt“ zu Fuß 

Wer bereits mal die italienische Hauptstadt besucht hat, weiß dass es sich hierbei um eine einzigartige Kulisse handelt. Rom könnte man tatsächlich als ein Freiluftmuseum bezeichnen, das aus zwei Jahrtausende Architektur, Kunst und Kultur gekennzeichnet ist. Man könnte Stunden lang durch die engen Gassen Roms flanieren und den Zauber der Stadt auf sich wirken lassen. Die Gehfreundlichkeit einer Stadt spielt dabei eine wesentliche Rolle, nicht nur für BesucherInnen, sondern auch für die BewohnerInnen. Rom als eine der ältesten Städte der Welt bietet eine faszinierende Kombination aus modernem Leben und antiker Architektur. Die historischen Sehenswürdigkeiten wie etwa das Kolosseum, das Forum Romanum und der Petersdom ziehen Millionen von TouristInnen an- alle mit dem Gedanken möglichst viel der Stadt zu begehen und sehen. So variieren auch die Gehwege Roms von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, während die historischen Viertel oft enge, kopfsteingepflasterte Straßen haben, bieten die moderneren Stadtteile breitere Gehwege und eine bessere Infrastruktur. In einigen Teilen der Stadt können jedoch unebene Gehwege und unzureichende Barrierefreiheit Probleme für Menschen mit eingeschränkter Mobilität darstellen.

👉 Weiterlesen für Mitglieder

 

 

 

 

Zu Fuß in Ruanda - am Rande der Walk21 

Ruanda, das Land der 1.000 Hügel im Osten Afrikas, war vom 16. bis 19. Oktober 2023 als erstes afrikanisches Land Ausrichterin der WALK21, der weltweit größten Konferenz für Fußverkehr. 500 Teilnehmende aus 40 Ländern waren vor Ort, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Rund um die Konferenz bot es sich bei dieser Gelegenheit natürlich an, auch privat Ruanda (und auch Uganda) zu erkunden.

Mit 26.000 km² ist Ruanda zweimal so groß wie Tirol und beheimatet knapp über 13.3 Mio. Menschen. In Kigali, der Hauptstadt Ruandas mit aktuell geschätzten 1,7 Mio. Einwohner:innen, sind 52 Prozent der Menschen nicht-motorisiert unterwegs, davon ein Großteil zu Fuß, 17 Prozent nutzen den ÖPNV und 31 Prozent ein eigenes motorisiertes Fahrzeug. Bis 2050 wird erwartet, dass die Bevölkerung in der Hauptstadt um bis zu 400 Prozent wächst, gleichzeitig der Anteil der aktiv zurückgelegten Wege auf knapp 20 Prozent sinkt, während die zurückgelegten Wege mit Auto oder Motorrad auf 60 Prozent ansteigen – mit entsprechenden Auswirkungen auf Luftreinheit, Lärmentwicklung, Stau und den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen (vgl. Global Green Growth Institute (GGGI), 2020).

Um diesem Trend entgegenzuwirken, fördert die Stadt gezielt den Fuß- und Radverkehr und führt immer wieder auch Kampagnen zur Verkehrssicherheit durch.

👉 Weiterlesen: für Mitglieder

👉 Walk21 Kigali 2023

 

HINWEISE

   

Zu Fuss für das Klima
Fußverkehrsförderung als Klimaschutzmaßnahme

Das Gehen auf unbeschatteten Gehsteigen oder das Verweilen auf asphaltierten Plätzen wird in der Sommerhitze zu einer Belastung und beeinträchtigt die physische und psychische Gesundheit der Bevölkerung unmittelbar. Der Fußverkehr ist besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen und spielt gleichzeitig eine Schlüsselrolle in der Verkehrswende.

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch den Klimawandel hat das vorliegende Positionspapier zum Ziel, die Wichtigkeit des Fußverkehrs zu betonen und Ansätze für fußverkehrsfreundlichere Städte und Gemeinden vorzustellen, die besser an die klimatischen Bedingungen angepasst sind.

👉 Positionspapier 2/23 von Fussverkehr Schweiz

 

   

Publikation Abgefahren!
Infografische Novelle zur Verkehrswende

Trotz zahlreicher Erkenntnisse und überzeugender Argumente scheint die erhoffte Verkehrswende weiterhin auf sich warten zu lassen. Die Herausforderungen, von der Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen bis hin zur Reduzierung des Individualverkehrs, sind komplex und erfordern weiterhin gemeinsame Anstrengungen von Politik, Gesellschaft und Industrie, um einen nachhaltigen Wandel im Verkehrssektor zu bewirken.

In dieser neuen Publikation werden „12 Thesen zur Verkehrswende“ der Agora Verkehrswende als infografische Novelle - eine Art Mix aus Comic und Infografik dargestellt.

👉 Lesen Sie rein: Abgefahren!

 

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Walk-space.at dankt herzlich allen Kooperationspartner:innen und Fördergeber:innen.
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BAWAG P.S.K.  |  IBAN AT971400010810000070 | BIC/SWIFTCODE: BAWAATWW
lautend auf: Walk-space.at - Österr. Verein f. FußgängerInnen

#WSP2024Wien   #FGChecks   #PlatzfürMenschen   #klimagehen    #mitallensinnen    #RoomToMove

Mit fußgängerfreundlichen Grüßen,

DI Dieter Schwab, Obmann
Dr. Georg Menz, Vize-Obmann
das Walk-space-Team

www.walk-space.at

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Walk-space.at | Der Österreichische Verein für FußgängerInnen
ZVR 078105059 - Kontakt:
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