FußgängerInnencheck - Detailbeschreibung

Warum ein «FußgängerInnen-Check»

 

Wer zu Fuß unterwegs ist, ärgert sich manchmal über unnötige Schwachstellen und Engpässe des Fußwegenetzes: Hier wird das Trottoir durch parkierte Autos verstellt, dieser Übergang über eine stark befahrene Straße ist nicht sicher und dort zeigt ein Trampelpfad, dass für eine viel begangene Route eine Verbindung fehlt.

Mit dem «FußgängerInnen-Check» sollen im Sinne einer Qualitätssicherung die Schwachstellen des Fußwegnetzes aufgespürt werden und im Rahmen der Umsetzungsmöglichkeiten erste Maßnahmen vorgeschlagen werden – ein Kurzkonzept im Sinne der Eruierung von Potentialen erfolgen.

Download Informationen & Details: Flyer FußgängerInnen-Check (pdf)

 

Ein Instrument für ein besseres Fußwegenetz

Das Verfahren zielt darauf ab, die Schwachstellen des Fußwegnetzes zu erkennen und Verbesserungsvorschläge anzuregen. Herzstück des Vorgehens ist eine gemeinsame Begehung bei der die Stärken, Mängel sowie Potentiale im Wegenetz erfasst werden. Die Vorteile dieses Verfahres liegen v.a. darin, dass:

  • erste Erkenntnisse rasch und kostengünstig erfasst werden können;
  • Personen aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten, welche das Gebiet täglich als FußgängerInnen kennen, mit ihren Erfahrungen einbezogen werden;
  • die zuständigen Stellen in den Prozess von Anfang an involviert werden:
    *) unkomplizierte Lösungsfindung schon vor Ort
    *) standardisiertes Vorgehen
    *) kostengünstige Durchführung;
  • der «FußgängerInnen-Check» lokales Wissen der FußgängerInnen mit den verantwortlichen Behörden zusammen bringt, wodurch ein Dialogprozess stattfinden kann, für eine qualitätsvolle Planung zum Wohl der Zufußgehenden.

 

Ziele

  • Vermittlung vertiefter Informationen über die konkreten Bedürfnisse von FußgängerInnen vor Ort
  • Erhebung von Schwachstellen / Potentialen im Fußwegnetz
  • Vorschläge zur Verbesserung von Problemstellen
  • Rasche Umsetzbarkeit / erster Resultate
  • Geringer finanzieller und personeller Aufwand
  • Umsetzbare Maßnahmen haben Priorität
  • Ergebinsprotokoll: kurz-, mittel, langfristige Maßnahmenbündel

 

Umfang eines FußgängerInnen-Checks (Ablauf, Themen, etc.)

gehende Menschen zeigen die Wohlfühlorte und Stolpersteine im WegenetzDer "Vor-Ort-Check" wird innerhalb eines halben Tages bis zu 2 Tagen – je nach Gebietsgröße – durchgeführt, enthält je nach Umfang Beobachtungen, Fußwegenetzanalysen, jedenfalls das Abholen des lokalen Wissens in gemeinsamen „Audits“ mit einzelnen Bevölkerungsgruppen – zumeist Kinder / Jugendliche / Ältere Menschen. Komfortfragen und Sicherheitsaspekte für FußgängerInnen stehen im Mittelpunkt.

Im Zuge der Vorbereitung werden mit den TeilnehmerInnen Wohlfühlorte und Stolpersteine im Fußwegenetz ermittelt und protokolliert (Auftaktveranstaltung, Workshop). Anhand der Ergebnisse kann die Route für die anschließende Begehung festgelegt werden.

Im Audit werden die gesammelten Punkte vor Ort gemeinsam besichtigt und Vorschläge, Wünsche sowie vorherrschende Schwächen im Netz / Planungsgebiet besprochen.

Behandelt werden beispielsweise Fragen nach direkten Wegeverbindungen, Kreuzungsbereichen und Grünzeiten, Barrieren im Fußwegenetz, Sicherheit, Umfeldgestaltung und Erhaltungszustand, Anregungen zum Zufußgehen, Rastmöglichkeiten, Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, Gestaltung von Haltestellenbereichen, bei Bedarf Fragen zu einer potentiellen Umgestaltung (Begegnungszonen, Koexistenzraum, Shared Space,...) und vieles mehr angesprochen.

Als Output werden alle Ergebnisse in einem abschließenden Protokoll festgehalten und gegebenenfalls zusätzlich planlich verortet. Als Ausblick für ein mögliches Detailkonzept werden die nächsten möglichen Schritte (kurz-, mitttel- und langfristig) für die Umsetzung – in Abstimmung mit der Gemeinde / Stadt - genannt und in einem Bericht oder einer Präsentation (gegebenenfalls Abschlußpräsentation) aufgelistet (entspricht auch der Priorisierung der vorgeschlagenen Maßnahmen).
Berücksichtigung finden v.a. Umsetzungsaspekte auf lokaler Ebene!

 

Aufwand und Kosten:

Je nach Gebietsgröße / Gemeindegröße / Themenvielfalt und Beobachtungsdichte:

Tagespauschale:
€ 790,– für Mitgliedsgemeinden,
€ 880,– für Nichtmitgliedsgemeinden (zur Abdeckung der Selbstkosten, enthält keine USt).

Eine Halbtagespauschale für eine reine Erstbegehung ohne Bericht ist in jedem Fall zu verrechnen.

 

Sie haben Interesse an einem Pilotprojekt / Schnellcheck?

Kontakt: www.walk-space.at | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | Tel.: ++43/69912375441
Alle Informationen finden Sie im Flyer zum FußgängerInnen-Check

 

Walk-space Projekte & Aktivitäten, Vorhaben 2024

Webinar Fußverkehr: Walking Akademie

Wissensplattform zum Thema Fußverkehr mit unterschiedlichen Themen und Schwerpunkten

Blick von oben auf eine "grüne" Haltestelle

 

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Aktion #mitallensinnen zu Fuß

33. StVO Novelle beschlossen

Verkehrszeichen: durchlässige Sackgasse

Um die aktive Mobilität zu verbessern, wurde eine Vielzahl von Forderungen für eine StVO-Novelle eingebracht.

Unsere Forderungen für eine fußgängerfreundliche StVO:

  • "durchlässige Sackgasse"
  • "Schulstraße"
  • Adaptierungen zum Verhalten der Fußgänger
  • Absoluter Vorrang für Gehende gegenüber gehsteigquerenden Fahrzeugen & Verhalten auf Gehsteigen

Wir freuen uns sehr, dass eine Vielzahl der Walk-space.at Vorschläge übernommen worden sind (Schulstraße, Sackgasse mit Durchgehmöglichkeit,...)

  

Bis 1. Juli gab es die Möglichkeit Stellung zu beziehen:
» Gesetzesvorschlag

 

Das war die Fachexkursion Fußverkehr Graz

Gehsteig ≠ Fahrsteig

Der Gehsteig ist kein Fahrsteig - Sujetbild

» Facebook:
#GehsteigistkeinFahrsteig

 

Walk-space.at gewinnt den Congress Award Graz

Begegnungszonen Studie:

12 Standorte in Österreich im Vergleich

Cover der Begegnungszonen-Studie

Im Rahmen der Studie wurden 12 Begegnungszonen in Österreich - u.a. nach fußgängerfreundlichen Aspekten - evaluiert. 

Diese wurde bei der XII. Österr. Fachkonferenz für FußgängerInnen 2018 vorgestellt.

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