FAIRKEHRTES FEST - BLÜHENDE STRASSE
Stadt Salzburg, St. Julien Straße
Siegerprojekt Kategorie "Bewusstseinsbildung / Prozesshaftes"ZIELE
PROJEKTBESCHREIBUNG
Wie viel Verkehr braucht eine lebendige Stadt und ab welcher Autoverkehrsdichte wird die Lebendigkeit einer Stadt zerstört? Die Mobilität als die Anzahl der Wege pro Tag ist seit Jahrzehnten konstant. Auch der Mythos der Zeiteinsparung durch das schnelle Auto ist nur eine Illusion, bringen die Menschen früher wie heute nachweislich gleich viel Zeit für ihre Beweglichkeit auf. Was sich massiv geändert hat sind die zurückgelegten Distanzen, das (Auto-) Verkehrsaufkommen und die Geschwindigkeit. Durch die längeren Alltagswege ist die Abhängigkeit vom Auto gestiegen und im gleichen Zuge die Freiheit, ohne Auto auszukommen, gesunken. Das Verkehrsaufkommen wächst überproportional zu anderen Indikatoren. Eine Straße vermittelt uns heute eine Information, welche in den meisten Fällen lautet: „Steig ein ins Auto und fahr, weil damit bist du schneller und bequemer unterwegs!" Können Straßen, Dörfer und Städte so gestaltet sein, dass die Information lautet: „Geh zu Fuß, fahr mit dem Rad oder nutze den ÖV, weil damit bist du mobiler und freier unterwegs!" Indem wir eine Straße, ansonsten vom KFZ dominiert, komplett für FußgängerInnen öffnen, wollten wir zeigen, was eine Umgestaltung des Verkehrsangebots bewirken kann. KRITERIEN
Umweltaspeskte
Gesundheitsaspekte und Bewegung
Aufenthaltsqualität/Verweilfunktion
Nachhaltigkeitsaspekt
Gestaltung
BEWERTUNG:
Prämiert wurde das sehr gute Konzept, welches mit wenig Aufwand bzw. finanziellen Mitteln Bewusstsein für den öffentlichen Raum schafft. Herausgehoben wurde, dass die mögliche Aufenthaltsqualität von Straßenräumen wunderbar vermittelt wurde und dass solche Aktionen auch in anderen Städten leicht zu wiederholen sind. |