ein Praxisbericht aus dem Alltag
Die Sonne lacht, das erste Grün sprießt - der Frühling ist da! Und wie jedes Jahr ruft die Terrasse samt Bepflanzung: „Putz mich, dünge mich, bewässere mich!" Also wird es wieder Zeit für eine Fahrt zum Baumarkt.
Dass dieser alljährliche Einkauf für Dünger, Pflanzenerde und Co beim Baumarkt nicht unbedingt mit dem Auto, sondern auch klimaschonend zu Fuß erledigt werden kann, berichtet folgendes Praxisbeispiel.
Beginnend von der Marchettigasse im 6. Wiener Gemeindebezirk geht es zum nächstgelegenen größeren Baumarkt an der Triester Straße im 10. Wiener Gemeindebezirk. Als kleines Hilfsmittel für diesen Einkauf zu Fuß statt mit dem Carsharing-Auto dient ein Bollerwagen, denn so geht sich auch noch eine zünftige Jause am Weg für das ersparte Geld aus.
Bollerwagen? Für alle, die das Ding nicht kennen: Es handelt sich um einen Handwagen, ähnlich einem Leiterwagen. Ausgelegt auf eine Nutzlast von 100 kg bei 32 kg Eigengewicht, kann damit schon allerhand transportiert werden. Die mitlenkende Hinterachse macht das Gefährt außerdem im städtischen Raum extrem wendig.
Ein Zahlenvergleich
Dauer der ganzen Aktion: 1:23h. Zurückgelegt wurden: 8.683 m und 320 Höhenmeter laut Navi. Zum Vergleich, die VOR-Planauskunft schätzte zuvor: 1:08 Stunden mit dem Öffentlichen Verkehr und 1:35 Stunden zu Fuß.
Fazit
 Einkaufen zu Fuß ist eigentlich in diesem Fall nicht aufwendiger als mit dem Auto. Mit Öffis hätte unsere Testperson auch fahren können, denn der Düngesack hätte ebenso in einen Trolley gepasst. Wenn man allerdings beim Baumarkt auch noch spontan mal zwei Säcke Erde auf die Ladefläche werfen möchte, ist man mit einem Bollerwegen schon besser bedient, denn das würde ein Trolley nicht mehr verkraften.
Neben den Einsparungen für das Leihauto wurde auch noch das Finesscenter eingespart - dafür stiegen allerdings die Ausgaben für die Verpflegung: So ein Fußmarsch mit 50kg Zuggewicht verschlingt locker zwei Leberkässemmeln. Abgesehen davon konnte unsere Testperson gleich mit dem Bollerwagen in den Baumarkt hineinfahren und direkt aufladen - versuchen Sie das mal mit einem Auto ;-)
Ein Beitrag von: Ingo Lantschner
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